Der Euro profitiert aus dem Ergebnis der 1. Runde der französischen Präsidentschaftswahlen

Der Euro profitiert aus dem Ergebnis der 1. Runde der französischen Präsidentschaftswahlen
  • In die 2. Runde der französischen Präsidentschaftswahlen rückten E. Macron und M. Le Pen vor
  • In den französischen Wahlen wird über den Euro gestimmt, denn der Sieg von M. Le Pen könnte den definitiven Zerfall der Eurozone in der Form, wie wir sie heutzutage kennen, starten
  • Das größte Risiko für die gemeinsame europäische Währung stellt in diesem Moment der Anstieg der Präferenzen der nationalistischen Kandidatin M. Le Pen vor der 2. Runde der Präsidentschaftswahlen dar

In der 1. Runde der französischen Präsidentschaftswahlen waren beide Kandidaten, denen die Vorwahlumfragen die größten Chancen für das Vorrücken in die 2. Runde gegeben haben, erfolgreich. E. Macron bekam 23,9 % und M. Le Pen 21,4 % der Stimmen. Die 2. Runde der Präsidentschaftswahlen wird am 7. Mai stattfinden und der Favorit ist eindeutig der proeuropäische E. Macron, dem die Umfragen rund 60 % der Stimmen zuschreiben, während der antieuropäisch gestimmten M. Le Pen nur 40 %. Der Sieg von E. Macron ist angesichts dessen eine positive Nachricht für den Euro, weil eines der Ziele von M. Le Pen ist, dass Frankreich aus der Eurozone austreten soll. Aus diesem Blickwinkel wird so in den französischen Wahlen über den Euro gestimmt, denn der Sieg von M. Le Pen könnte den definitiven Zerfall der Eurozone in der Form, wie wir sie heutzutage kennen, starten.

Unter Berücksichtigung des verhältnismäßig großen Stimmenunterschiedes in der 2. Runde zu Gunsten von E. Macron, könnte es  den europäischen Aktienmärkten in den kommenden zwei Wochen gut ergehen, es könnte auch zum Rückgang der Erträge der südeuropäischen Staats-Schuldverschreibungen kommen und auch die weitere Stärkung der gemeinsamen europäischen Währung gegenüber dem US-Dollar kann nicht ausgeschlossen werden.

Wenn wir auf den Devisenmarkt schauen, so half der Sieg von E. Macron in der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen dem Euro, der gegenüber dem Dollar über dem Niveau von 1,09 USD/EUR eröffnete, was der Monatshöchstwert der gemeinsamen europäischen Währung ist. Angesichts dessen, dass die Wahl des proeuropäisch gestimmten Kandidaten E. Macron erwartet wurde, kann eine weitere markantere Auswirkung auf den Kurs des Euros eher nicht erwartet werden. Dies bedeutet jedoch nicht, dass der Euro zum Schluss des Monats April und Anfang Mai gegenüber dem Dollar nicht noch leicht stärken kann. Das Ergebnis der 1. Runde der französischen Präsidentschaftswahlen verhalf auch den mitteleuropäischen Währungen zu Gewinnen. Die Tschechische Krone, der Ungarische Forint und der Polnische Zloty eröffneten am Montag im Vergleich mit dem Freitag auf leicht stärkeren Werten.

Man kann sagen, dass die Auswirkung des Ergebnisses der französischen Wahlen auf den Euro asymmetrisch ist. Damit wird gemeint, dass die Stärkung des Euros im Fall der Realisierung des erwarteten Szenarios deutlich niedriger ist, als wie es die Verluste der gemeinsamen europäischen Währung in dem Fall sein würden, wenn M. Le Pen mit J. L. Mélenchon in die 2. Runde vorrücken würden. Das größte Risiko für die gemeinsame europäische Währung stellt in diesem Moment der Anstieg der Präferenzen der nationalistischen Kandidatin M. Le Pen vor der 2. Runde der Präsidentschaftswahlen dar. 

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